Der Faun und der Zauberlehrling – ein denkwürdiger Abend im Bartók-Saal

Der Faun und der Zauberlehrling – ein denkwürdiger Abend im Bartók-Saal

Am 17. April lud das Savaria Symphonieorchester sein Publikum zu einer besonderen musikalischen Reise in den Bartók-Saal ein. Beim Konzert Der Faun und der Zauberlehrling trafen zauberhafte Klangbilder der französischen Musikwelt auf eine zeitgenössische Uraufführung.


Französische Farben und märchenhafte Klangbilder

In der ersten Konzerthälfte ließ das Orchester unter der Leitung von Gregory Vajda mit Werken von Paul Dukas und Jacques Ibert die farbenreiche, märchenhafte Welt der französischen Musik lebendig werden. Bereits in der Eröffnung, Dukas’ La Péri, setzte der strahlende, charaktervolle Klang der Blechbläser von den ersten Momenten an den Ton des Abends und verlieh dem Konzert einen schwungvollen, souveränen Auftakt.

Rozália Szabó und Iberts Flötenkonzert

Mit hoher Virtuosität und feinem musikalischem Gespür eroberte die Solistin Rozália Szabó die Bühne in Iberts Flötenkonzert. Ihr Spiel war zugleich grazil und ausdrucksstark, wofür das Publikum sie mit lang anhaltendem Applaus belohnte. Als Zugabe vertiefte Claude Debussys Syrinx die intime, impressionistische Atmosphäre des Abends.

Der Nachmittag eines Fauns

Nach der Pause erklang Claude Debussys ikonisches Werk Der Nachmittag eines Fauns”, dessen schwebende, atmosphärische Klangwelt das Orchester sensibel und nuancenreich präsentierte. Entlang der feinen Zeichnung der Flötenstimme fügte sich das Spiel der Flötistin Nikoletta Joó gefühlvoll in den Gesamtklang ein und bereicherte die Aufführung durch eine elegante, feinfühlige Präsenz.

Zeitgenössische Uraufführung: En Forêt

Einen der spannendsten Momente des Abends bildete die Uraufführung eines neuen Werkes des zeitgenössischen französischen Komponisten Benoît Sitzia. En Forêt kam als besonderes Farbtupfer zum klassischen Repertoire rüber, schlug eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und eröffnete eine neue Perspektive innerhalb der Konzertdramaturgie. Auch der Klang des Englischhorns trat in diesem Werk elegant hervor – das Spiel des Orchestersolisten János Dominik Kiss bereicherte das musikalische Gewebe mit filigranen Klangfarben.

Benoît Sitzia äußerte sich anlässlich der Uraufführung seines Werkes wie folgt:

„Es war mir eine große Freude und eine inspirierende Erfahrung, mit dem Savaria Symphonieorchester an der Uraufführung von En Forêt zu arbeiten.

Die erste Aufführung eines neuen Werkes ist stets ein besonderer Moment. Durch die künstlerische Arbeit des Orchesters auf hohem Niveau sowie die Leitung von Gregory Vajda wurde dieser Moment zu einem vollkommenen Erlebnis. Die Aufmerksamkeit und Offenheit der Musikerinnen und Musiker ermöglichten es, dass das Werk als Teil des reichhaltigen Programms wirklich zum Leben erwachte.

Die Zusammenarbeit war auch für mich richtig inspirierend. Sie gab mir die Möglichkeit, das Werk weiterzuentwickeln, und brachte zahlreiche neue Ideen für meine künftigen Kompositionen hervor. Ich bin allen Mitgliedern des Orchesters und seiner Leitung für ihr Vertrauen sehr dankbar..“

Der abschließende Schwung des Zauberlehrlings

Den Abschluss des Konzerts bildete Paul Dukas’ beeindruckendes musikalisches Märchen Der Zauberlehrling, das mit seiner monumentalen Kraft und seinem mitreißenden Schwung ein würdiges Finale des Abends darstellte.

Gregory Vajda sagte im Zusammenhang mit dem Konzert:

„Je länger ich Konzertprogramme für das Publikum in Szombathely zusammenstelle, desto mehr erlebe ich, dass ein Programm bei der Aufführung gewissermaßen ein Eigenleben entwickelt.

Im aktuellen französischen Programm haben sich die Werke – die Kompositionen von Dukas, Debussy, Ibert und Sitzia – gegenseitig verstärkt und eine zusammenhängende musikalische Welt entstehen lassen. Besonders gefreut habe ich mich über Rozália Szabós Interpretation des Ibert-Werkes.

Ich hatte das Gefühl, dass die nebeneinander gestellten Werke gemeinsam mehr aussagen als jedes für sich allein, und dass das Publikum dies ebenfalls wahrgenommen hat.“

Ein einheitlicher und doch farbenreicher musikalischer Bogen

Das Konzert zeichnete insgesamt einen geschlossenen und zugleich vielfältigen musikalischen Bogen: von den feinen Regungen des Impressionismus über symphonisches Erzählen bis hin zur zeitgenössischen Klangwelt. Das Savaria Symphonieorchester bewies einmal mehr, dass es Brücken zwischen Epochen und Stilrichtungen schlagen kann und dabei in jedem Moment eine künstlerisch anspruchsvolle und eindrucksvolle Aufführung bietet.

Foto von Zsolt Mészáros


Unsere nächste Veranstaltung

Nach den zauberhaften Klangbildern des französischen Abends erwarten wir unser Publikum am 8. Mai mit einem weiteren besonderen Konzert im Bartók Saal.

Beim Konzert „Zauberhafte Musik – Symphonie-Abonnement / 14“ erklingen die selten zu hörende Ouvertüre von Fanny Mendelssohn-Hensel, die Uraufführung von Zoltán Kovács’ neuem Saxophonkonzert sowie Brahms’ monumentale 1. Symphonie. Solist des Abends ist der Saxophonist Levente Puskás; das Savaria Symphonieorchester wird von dem Kossuth-Preisträger János Kovács dirigiert.

Ein Abend Anfang Mai, an dem klassische Schönheit, zeitgenössischer Klang und romantische orchestrale Kraft aufeinandertreffen.

Találkozzunk május 8-án, 19 órakor a Bartók Teremben!

Wir sehen uns am 8. Mai um 19 Uhr im Bartók Saal!


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