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Harmonie Abonnement 6.
2020.02.20 | 19:00-21:30
3200 Ft
Ungarische und englische Meisterwerke der Spätromantik
Butterworth: A Shropshire Lad
Elgar: Cellokonzert in e-Moll, op. 85
Bartók: 1. und 2. Rhapsodie
Dohnányi: Ruralia Hungarica, op. 32
Solisten: Camille Thomas /Violoncello/, Ágnes Langer /Violine/
Savaria Symphonieorchester
Dirigent: Gergely Madaras
Bartók: 1. und 2. Rhapsodie
Béla Bartók (1881-1945) schrieb die beiden eigenständigen Kompositionen in der ursprünglichen Fassung für Violine und Klavier, die er dann 1929 mit einer Orchesterbegleitung ergänzte. Beide Stücke haben die gleiche Struktur: Der jeweils erste Teil ist langsam, worauf ein lebhafter Teil folgt. Die Melodien der „langsamen“ Sätze hörte Bartók in Maros-Torda, die „lebendigen“ Sätze basieren auf Volksmusiksammlungen aus Szatmár, Temes und dem Rutenenland. Die Schlaginstrumente spielen eine wichtige Rolle, während der symphonische Charakter der Begleitung die Motive und Themen neu verkleidet.
Dohnányi: Ruralia Hungarica
Das Werk Ernst von Dohnányis (1877-1960) existiert in drei Fassungen: für Soloklavier (op. 32a), für Orchester (32b) sowie für Violine und Klavier (Op. 32.c). Die Orchesterfassung wurde 1924 in Budapest unter der Leitung des Komponisten erstaufgeführt. Das ungebundene Oboen-Solo mündet in die Rubato-Melodie des Hauptthemas des ersten Satzes. Im zweiten Satz wird die marschartige Melodie erst vom ganzen Orchester gespielt; danach ertönt es auf Holzbläsern. Das als Volkslied anmutende Thema wird von den Klarinetten vorgeführt. Der dritte Satz gleicht der Struktur her einem barocken Concerto grosso, ist auf Soloinstrumente und das gesamte Ensemble verteilt. Die langsame, melancholische Welt des vierten Satzes wird von einer Tarantella abgeschlossen.
Butterworth: A Shropshire Lad
George Butterworth (1885–1916) schrieb seine Orchester-Rhapsodie 1912. Es ist eines der bekanntesten Werke des in der Schlacht von Somme jung gefallenen talentierten englischen Komponisten, in dem er seine tiefe Traurigkeit und Einsamkeit ausdrückt. Holzbläser und Solo-Violine spielen eine wichtige Rolle in dem sanft klagenden Stück. Die Blechbläser färben die lyrische Klangwelt lediglich etwas dramatischer. Das bewegend einfühlsame Werk klingt mit leisen Trommelschlägen aus.
Elgar: Cellokonzert e-moll
Das letzte bedeutende Stück des britischen Komponisten Edward Elgar (1857-1934) ist sein Cellokonzert aus 1919. Es ist gekennzeichnet vom düsteren Bild des Ersten Weltkrieges und dessen Folgen. Ein paar Wochen nach der Uraufführung starb seine Frau Alice; das Werk schien fast eine letzte Begegnung zu sein. Elgar schaffte es danach nicht mehr ein Stück fertig zu komponieren, obwohl er noch 15 Jahre lebte. Die herzzerreißenden Klänge, das vor der abschließenden Coda nochmals zurückkehrende berührende Anfangsthema lässt den steten Schmerz erahnen. 40 Jahre nach der weniger erfolgreichen Premiere in London kam es unter der Leitung von John Barbirolli, der ursprünglich als Cellist mitwirkte, zur legendären Aufführung mit Jacqueline du Pré. In der Folge erlangte Elgars vierteiliges Werk allgemeine Bekanntheit.
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