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Harmonie Abonnement 7.
2019.03.29 | 19:00-21:00
3000 Ft
Beethoven: 9. Symphonie
Savaria Symphonieorchester
Mitwirkung:
Lilla Horti, Viktória Mester, Tibor Szappanos, András Palerdi, Ungarischer Nationalchor
Dirigent: Mátyás Antal
Obwohl es – allein schon wegen der Europa-Hymne – eines der bekanntesten Werke der klassischen Musik ist, hat die 9. Symphonie (op. 125) von Ludwig van Beethoven (1770-1827) sowohl die breite Öffentlichkeit als auch das Fach stark gespalten. Es ist nämlich äußerst ungewöhnlich, als in einer Symphonie, d.h. in einer Komposition, die ausgesprochen für Instrumentalisten bestimmt ist, auf einmal Sängerstimmen ertönen. Verdi stand ebenso wie Wagner verstört vor den daraus resultierenden Fragen der Genregeschichte. Auch für Beethoven war die Ausformulierung des Werkes nicht unproblematisch. Die 9. Symphonie erhielt ihre endgültige Gestalt aus der Kombination zweier, ursprünglich von einander unabhängiger Ideen: eine Symphonie nebst Einsatz eines Chores, teilweise an die Chorfantasie (op. 80) angelehnt, zu schreiben bzw. ein rein instrumentales Werk in d-Moll. Nach langem parallelen komponieren entschied sich Beethoven 1824 schließlich dazu, die beiden Vorhaben zusammenzuführen. Die Symphonie weist nicht nur vom Genre her über die Grenzen seiner Epoche hinaus. Einige Passagen, wie die Stellen im Horn-Solo im zweiten Satz, waren auf den zeitgenössischen Instrumenten fast nicht zu spielen. Die 9. Symphonie lehnt sich stilistisch an die Klassik an, der Finalsatz weist aber deutlich in Richtung der Romantik. Es ist vielsagend, dass im 19. Jahrhundert Liszt und Brahms d.h. zwei Komponisten mit grundlegend verschiedener Kunstauffassung gleichermaßen dieses Werk als Ausgangspunkt für ihre eigenen musikästhetischen Bestrebungen betrachteten. Das Ensemble und die Solisten des Nationalchores und das Savaria Symphonieorchester werden von Mátyás Antal geleitet.
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