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Spätsommerliche Reise in den Winter – Schuberts Meisterwerk mit Gábor Bretz und Zsuzsanna Gráf
September 4. | 19:00 – 21:00

An einem heißen Septemberabend wird es im Bartók-Saal deutlich kühler. Schuberts Winterreise führt das Publikum in die Tiefen der menschlichen Seele.
Einer der berühmtesten Zyklen der Liedliteratur ist Franz Schuberts Winterreise, jene vierundzwanzig Lieder, die von den Grundfragen des menschlichen Daseins erzählen und zugleich Schuberts Einsamkeit sowie seine Sehnsucht nach einer anderen Welt erahnen lassen. Zu einer Reise der Seele laden die beiden herausragenden Ausführenden ein. Der Musikhistoriker Ádám Bősze führt als Wegbegleiter durch den Abend und eröffnet dem Publikum in seiner unverwechselbaren Art die Welt Schuberts und der Winterreise.
Programm
Franz Schubert: Winterreise, D 911
Mitwirkende
Zsuzsanna Gráf – Liszt-Ferenc-, Bartók–Pásztory-, Magyar-Örökség-, Apáczai-Csere-János- und vierfache Artisjus-Preisträgerin, Chorleiterin und Pianistin, Trägerin des Offizierskreuzes des Ungarischen Verdienstordens, Verdiente und Ausgezeichnete Künstlerin Ungarns
Gábor Bretz – Kossuth- und Liszt-Ferenc-Preisträger, Bassbariton, Verdienter Künstler Ungarns, Träger der Mihály-Székely-Gedenkplakette, in der Spielzeit 2012/2013 war er Kammersänger der Ungarischen Staatsoper
Ádám Bősze – Musikhistoriker, Moderator des Abends
Die Künstler des Abends
Den Gesangspart des Liederzyklus übernimmt Gábor Bretz, Kossuth- und Liszt-Ferenc-Preisträger, Bassbariton und Verdienter Künstler Ungarns. Er wurde in Budapest geboren, begann seine Studien bei Stephan Czovek in Los Angeles und setzte sie in Budapest bei Professor Albert Antalffy, an der Höheren Schule Béla-Bartók für Musik sowie an der Franz-Liszt-Musikakademie fort. 2005 gewann er den Grand Prix des Maria-Callas-Gesangswettbewerbs in Athen; seither ist er an zahlreichen renommierten Opernhäusern der Welt aufgetreten. Er sang unter anderem an der Metropolitan Opera in New York, am Royal Opera House in London sowie in München, Berlin, Wien, Amsterdam und Tokio und ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine prägende Künstlerpersönlichkeit der Ungarischen Staatsoper. In seinem Repertoire nehmen Rollen von Mozart, Verdi, Wagner und Bartók einen besonderen Platz ein; die Titelpartie in Bartóks Herzog Blaubarts Burg singt er regelmäßig sowohl konzertant als auch in szenischen Aufführungen. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit weltberühmten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Gustavo Dudamel, Ádám Fischer, Daniele Gatti, Valery Gergiev, Daniel Harding und Esa-Pekka Salonen zusammen.
Am Klavier nimmt Zsuzsanna Gráf Platz, Liszt-Ferenc-Preisträgerin, Chorleiterin und Pianistin, Verdiente und Ausgezeichnete Künstlerin Ungarns platz. Sie ist eine engagierte Vertreterin der Kodály-Methode und des Kodály’schen Geistes – sowohl im ungarischen Konzertleben und in der Musikpädagogik als auch als Gastdozentin bei internationalen Festivals und an Universitäten im Ausland. Seit der Gründung im Jahr 1989 leitet sie den Angelica Mädchenchor, ein auch international anerkanntes Ensemble der ungarischen Chorkultur. Weniger bekannt ist, dass sie neben ihrer Arbeit als Chorleiterin und Pädagogin auch einen Abschluss als Konzertpianistin besitzt. An diesem Abend hat das Publikum die Gelegenheit, auch diese Seite ihrer künstlerischen Laufbahn kennenzulernen.
Moderator des Abends ist Ádám Bősze, Musikhistoriker und Rundfunkmoderator, der klassische Musik mit seiner direkten, anregenden Vortragsweise dem Publikum nahebringt. Er verbindet die Entstehungsgeschichte, die gedanklichen Schichten und die menschlichen Fragen von Schuberts Werk mit der erklingenden Musik.
WINTER DER SEELE IM SPÄTSOMMER – ein Konzert, bei dem die tiefsten menschlichen Gefühle hörbar werden.
Am Ende kehren wir zwar in die Wärme des Septembers zurück, doch Schuberts musikalische Auseinandersetzung mit der Kälte wird uns wohl noch lange begleiten.
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