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TSCHAIKOWSKY UND JAZZ ZU WEIHNACHTEN – Symphonie-Abo / 6 (12. Dezember)
2025.12.12 | 19:00 – 21:00
Am 12. Dezember treffen im Bartók-Saal Tschaikowskys festliche Symphonie und die Jazz-Welt von Kornél Fekete-Kovács aufeinander. Am sechsten Abend des Symphonie-Abos des Savaria Symphonieorchesters dirigiert Gergely Vajda das Orchester. Besonderer Gast des Konzerts ist das Fekete-Kovács Quintet.

Kornél Fekete-Kovács
Programm
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Symphonie Nr. 1 g-Moll „Winterträume“ op. 13
Kornél Fekete-Kovács: Senza nome – Musik für Jazz-Quintett und Orchester
Kornél Fekete-Kovács: Handel with Care
Senza Nome – Music for Jazz Quintet and Orchestra“ ist eine preisgekrönte Komposition des Müpa-Kompositionswettbewerbs 2020; ihr Titel diente zugleich als Kennwort der Einreichung. Das Werk stellt die Spontaneität eines Jazzquintetts der Monumentalität des orchestralen Klanges gegenüber, ohne dabei ein konkretes Programm anzubieten – die Geste der „Namenlosigkeit“ lädt die Zuhörer zu freien Assoziationen und zur Entwicklung eigener innerer Erzählungen ein.
Die Uraufführung fand am 14. Oktober 2022 im Bartók Béla Nationalen Konzertsaal der Müpa statt, wo der Komponist selbst das Symphonieorchester des Ungarischen Rundfunks dirigierte. In dem Werk treten Quintett und Orchester als gleichberechtigte Partner auf: Mal führen sie einen musikalischen Dialog, mal bauen sie vielschichtige Texturen auf, ein anderes Mal eröffnen sie kontrastreiche klangliche Räume. So entfaltet sich die Komposition als eine sich ständig weiterentwickelnde, groß angelegte musikalische Erzählung, in der Improvisation und komplexes kompositorisches Denken eine natürliche Einheit bilden.
Handel With Care“ entstand 2007 im Auftrag des Budafoki Dohnányi Orchesters, és wurde im Rahmen des Konzerts „Barockes Weihnachten“ uraufgeführt. Das Werk ist eine Bearbeitung: Die ursprüngliche Vorlage bildet die Arie „I Know That My Redeemer Liveth“ aus Georg Friedrich Händels Oratorium Messiah.
Der Titel kann als spielerisches Wortspiel verstanden werden und verweist darauf, dass die Neubearbeitung eines Meisterwerks Respekt und sorgfältige Umsicht erfordert. Das Stück bewahrt Händels lyrische Schönheit, eröffnet jedoch durch die zeitgenössische Instrumentation und Interpretation neue Dimensionen, welche den emotionalen Reichtum und die feinen Texturen des musikalischen Materials besonders hervorheben.
Tschaikowsky und Jazz – wie reimt sich das?
Erinnern Sie sich noch an unser Konzert mit Duke Ellingtons wunderbarer Swing-Version der Nussknacker-Suite?
Die großen Komponisten und bedeutenden Werke der klassischen Musik waren stets eine Inspirationsquelle für Jazzmusiker – und der weltberühmte Trompeter und Flügelhornist Kornél Fekete-Kovács bildet da keine Ausnahme.
Gemeinsam mit seinen vier Mitstreitern präsentiert er nicht nur sein großes Werk Senza nome, das bei dem Kompositionswettbewerb 2020 des Palasts der Künste Budapest (MÜPA) prämiert wurde, sondern auch eine wahrhaftig weihnachtliche Händel-Bearbeitung. Beide Werke werden von unserem Orchester begleitet.
Das preisgekrönte Senza nome ist ein Konzert, das in mehreren Sätzen die klanglichen Möglichkeiten des Zusammenspiels von traditionellem Symphonieorchester und Jazz-Quintett offenbart.
Im ersten Teil des Abends erklingt Tschaikowskys selten gespielte, herzerwärmende und deutlich optimistischer als seine späteren großen Symphonien gefärbte Symphonie Nr. 1, die der Komponist selbst mit dem poetischen Untertitel „Winterträume“ versah und die auch titelgebend für das Konzert ist.
Mitwirkende: Fekete–Kovács Quintet
Kornél Fekete-Kovács – Trompete, Flügelhorn
János Ávéd – Sopransaxophon, Tenorsaxophon
Dániel Szabó – Klavier
József Barcza Horváth – Kontrabass
László Csízi – Schlagzeug
Dirigent: Gregory Vajda

Gregory Vajda
Wir stellen den Künstler und Komponisten des Abends vor – Kornél Fekete-Kovács: Komponist, Trompeter und Dirigent
Kornél Fekete-Kovács wurde 1970 geboren. Er ist Komponist, Trompeter, Dirigent und Arrangeur – eine der prägenden Persönlichkeiten der ungarischen zeitgenössischen Musik und des Jazz. Er lebt und arbeitet in Budapest.
Seine Ausbildung absolvierte er am Jazz-Institut der Franz-Liszt-Musikakademie, und wurde rasch zu einem gefragten Künstler der ungarischen wie internationalen Musikszene.
1998 gründete er das Budapest Jazz Orchestra, das er bis 2005 als künstlerischer Leiter und Solist prägte. Seit 2005 ist er Gründer und musikalischer Leiter des Modern Art Orchestra, 2006 rief er sein eigenes Ensemble, das Fekete-Kovács Quintet, ins Leben.
Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit zahlreichen renommierten Orchestern und Projekten weltweit zusammen, unter anderem mit der IASJ Big Band (Kopenhagen), der EBU Big Band (Amsterdam–Budapest), dem finnischen UMO Jazz Orchestra, dem Brande International Music Workshop Orchestra, dem Veni Academy Ensemble und dem ALTAR Project.

Kornél Fekete-Kovács
Werke und Kompositionen von Kornél Fekete-Kovács
Fekete-Kovács ist ein herausragender Komponist, dessen Musik eine Brücke zwischen zeitgenössischer Klassik und Jazz schlägt. Er ist Autor zahlreicher großformatiger Werke, darunter:
Budapest Jazz Suite, The Wayfarer (Solist: David Liebman), Timpani Concerto (mit Béla Zsoldos), Dedications, Christmas Log, The Oak and the Bee (mit Wallace Roney), Foundations (Yamas and Niyamas) – 2020, SENSA NOME – Concerto for Jazz Quintet and Orchestra – 2020, Tiszta forrás – Sinfonische Suite – 2022, The Peacock Suite – zu Ehren von Zoltán Kodály – 2022, Via Crucis – Liszt-Adaption, Hommage à László Gőz – 2024 (gemeinsam mit György Kurtág).
Sein Repertoire umfasst Werke für Sinfonieorchester, Big Band und Kammermusik; seine Kompositionen wurden von zahlreichen europäischen und amerikanischen Ensembles aufgeführt.
Als Pädagoge unterrichtete er 16 Jahre lang am Jazz-Institut der Franz-Liszt-Musikakademie und widmet sich darüber hinaus der Entwicklung von Jugend- und Vermittlungsprogrammen (MAO Creative Crew).
Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern
Auf der Bühne und im Studio arbeitete er mit so legendären Musikerinnen und Musikern zusammen wie Johnny Griffin, Benny Golson, Dave Liebman, Tom Harrell, Bob Mintzer, Peter Erskine, Wallace Roney, Kurt Elling, Mike Garson, Rhoda Scott, Tony Lakatos und Lionel Loueke. Darüber hinaus kollaborierte er mit Péter Eötvös, Gergely Vajda und György Kurtág.
Wichtige Auszeichnungen
Artisjus-Preis (2000, 2002, 2018, 2022), eMeRTon-Preis – Komponist des Jahres (2002), Liszt-Preis (2009), Orszáczky-Preis (2010), Fonogram-Preis (2011, 2019), MÜPA-Komponistenpreis – Kategorie Großes Orchester (2021), Petőfi-Preis (2023), Bartók-Musikpreis (2024)
Fekete-Kovács Quintet
Das Fekete-Kovács Quintet wurde 2006 gegründet und zählt seither zu den vielseitigsten, genreübergreifenden kammermusikalischen Jazzformationen Ungarns. Die Musik des Quintetts verbindet zeitgenössischen Jazz, Improvisation und moderne Kammermusik; ein Großteil des Repertoires basiert auf Kompositionen und Arrangements von Kornél Fekete-Kovács.
Das Ensemble veröffentlichte mehrere vielbeachtete Alben – darunter The Fairy Queen und Integro/Grandeur – und trat auf zahlreichen Festivals in ganz Europa auf.
Zudem wirkte das Quintett in verschiedenen großangelegten Projekten mit Sinfonieorchestern mit, besonders im Rahmen des Werkes SENSA NOME, eines Konzerts für Jazzquintett und großes Orchester.
Das Fekete-Kovács Quintet gehört zur künstlerischen Spitze des ungarischen Jazz: Ihr Spiel vereint die Sensibilität des kammermusikalischen Musizierens mit der Freiheit des modernen Jazz und einer kraftvollen Klangsprache.
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Für den Kartenkauf in unserer Vorverkaufsstelle besuchen Sie uns bitte persönlich unter folgender Adresse.
Savaria Symphonieorchester Ticketbüro
9700 Szombathely, Rákóczi Ferenc utca 3.
Telefon: +36 94 314 472
E-Mail: laszlone.andrea@sso.hu
Öffnungszeiten: Montag–Freitag 9–14 Uhr
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