
In dem vorherigen Publikumsgespräch führte die mit dem Liszt-Preis ausgezeichnete Chorleiterin Zsuzsanna Gráf das Publikum in persönlichem Ton in den geistigen und künstlerischen Hintergrund des Abends ein. Die in Kőszeg geborene Künstlerin sprach über ihr Leben, ihren musikalischen Werdegang und ihre Studien. Zugleich gewährte sie Einblicke in die Geschichte des Angelica-Mädchenchors, den sie vor mehr als drei Jahrzehnten gründete und seither leitet. Der Chor wurde mit dem Preis „Ungarisches Erbe” und dem Junior-Prima-Preis ausgezeichnet.
Mit ihrem Humor, ihrer Begeisterung und ihrer natürlichen Ausstrahlung brachte Gráf das Programm spürbar näher an das Publikum heran. Die lockere, inspirierende Atmosphäre des Gesprächs schuf bereits im Vorfeld die besondere Stimmung des Abends. In einer besonderen zeitlichen Koinzidenz fand das Konzert am Vorabend des Geburtstags der Dirigentin statt, wodurch die Veranstaltung eine zusätzliche persönliche Bedeutung erhielt.

Az est első részében Kocsár Miklós műveiből hangzott el válogatás az Angelica Leánykar előadásában, Gavodi Júlia és Vass Édua közreműködésével. A kórus kimunkált, egységes hangzása és zenei fegyelme világosan tükrözte azt a több évtizedes, következetes művészi és pedagógiai munkát, amely számos hazai és nemzetközi elismeréshez vezette az együttest.

Im ersten Teil des Abends erklangen ausgewählte Werke von Miklós Kocsár in der Interpretation des Angelica Mädchenchors, mit Júlia Gavodi und Édua Vass als Chorsolistinnen. Der sorgfältig ausgearbeitete, homogene Klang des Chores und seine musikalische Disziplin spiegelten die jahrzehntelange, konsequente künstlerische und pädagogische Arbeit wider, durch die das Ensemble zu zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen gelangt ist.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Angelica Mädchenchor und dem Savaria Symphonieorchester mündete in einer eindrucksvollen Darbietung auf hohem künstlerischen Niveau. Am Ende der Aufführung brachte das Publikum seine Anerkennung mit lang anhaltendem Applaus und wiederholtem Hervorrufen zum Ausdruck – ein klares Zeichen für die artistische Kraft des Abends.

Einen besonders feierlichen Höhepunkt des Konzerts bildeten die Fastengedanken von Diözesanbischof Dr. János Székely. Sie verliehen dem musikalischen und geistigen Bogen des Abends einen würdevollen Rahmen und vertieften dessen spirituelle Botschaft.
Das Konzert am 21. März war somit nicht nur ein musikalisches Ereignis, sondern ein gemeinsames Erlebnis. In der Stille der Fastenzeit bot es dem Publikum die Möglichkeit, achtsam zu sein, innere Tiefe, Ruhe und Klarheit zu erlangen.
Foto von Zsolt Mészáros