Gregory Vajda, Chefdirigent des Savaria Symphonieorchesters, an die Spitze der Staatlichen Philharmonie Transilvania in Klausenburg (Cluj-Napoca) berufen

Gregory Vajda, Chefdirigent des Savaria Symphonieorchesters, an die Spitze der Staatlichen Philharmonie Transilvania in Klausenburg (Cluj-Napoca) berufen

Gregory Vajda wurde zum Chefdirigenten der Staatlichen Philharmonie Transilvania ernannt – gab die Klausenburger Institution am Donnerstag, den 8. Januar, bekannt. Die Entscheidung stellt einen bedeutenden künstlerischen Meilenstein für eine der führenden musikalischen und kulturellen Institutionen Rumäniens dar, heißt es in der Pressemitteilung.


Seit Herbst 2022 hat das musikliebende Publikum in Szombathely Gregory Vajda als Chefdirigenten des Savaria Symphonieorchesters ins Herz geschlossen: Sein Name ist untrennbar mit den Konzerterlebnissen der Stadt verbunden, und seine Berufserfahrung, sein innovativer Geist sowie seine vielseitige musikalische Sichtweise haben ein neues Kapitel im Leben des Orchesters aufgeschlagen.

Gregory Vajda ist ein im In- und Ausland anerkannter Dirigent und Komponist, der nicht nur mit dem Taktstock agiert, sondern sich auch leidenschaftlich für zeitgenössische Musik einsetzt und sich dadurch in kurzer Zeit zu einem der gefragtesten Dirigenten der internationalen Musikszene entwickelt hat.

Seine Ernennung an die Spitze der Staatlichen Philharmonie Transilvania – deren Ziel es ist, die internationale Präsenz des Orchesters zu stärken, künstlerische Innovation zu fördern und einen lebendigen Dialog mit zeitgenössischem musikalischem Denken voranzutreiben – bedeutet nicht nur eine weitere Steigerung von Vajdas internationalem Prestige, sondern stärkt zugleich auch die Position des Savaria Symphonieorchesters auf der internationalen Bühne.

Intendant Popa brachte im Namen des Savaria Symphonieorchesters seinen Stolz und seine Glückwünsche zum Ausdruck, denen sich das musikliebende Publikum in Szombathely nur allzu gerne anschließt.


Gregory Vajda wurde am 13. August 1973 in Budapest geboren. Sein Vater, József Vajda, war Solofagottist des Ungarischen Rundfunk-Symphonieorchesters, seine Mutter ist die mit dem Kossuth-Preis ausgezeichnete Opernsängerin Veronika Kincses. Seine musikalische Ausbildung absolvierte er an der Franz-Liszt-Musikuniversität, wo er Klarinette und Dirigieren studierte. Zu seinen Professoren zählten Béla Kovács, László Marosi und Ervin Lukács.

Schon früh zeigte sich seine Vielseitigkeit: 1992 wurde er als Gründungsklarinettist, Dirigent und Programmgestalter des Kammermusikstudios Forrás bekannt. Ab 1998 war er Zweiter Dirigent des Dohnányi-Ernő-Symphonieorchesters in Budafok, anschließend arbeitete er ab 2002 als Assistenzdirigent des Milwaukee Symphony Orchestra in den USA.

Im Jahr 2005 setzte er seine Laufbahn als Resident Conductor des Oregon Symphony Orchestra in Portland fort, von 2009 bis 2013 war er Künstlerischer Leiter und Dirigent des kalifornischen Festivals Music in the Mountains. 2011 wurde er zum sechsten Musikdirektor des Huntsville Symphony Orchestra ernannt, wodurch sein internationales Profil weiter gestärkt wurde.

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Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit zahlreichen bedeutenden Orchestern, Festivals und zeitgenössischen Musikinstitutionen in Europa und Übersee zusammen. In Europa übernahm Gregory Vajda im Herbst 2022 das Amt des Chefdirigenten des Savaria Symphonieorchesters (Ungarn). Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Artist in Residence wurde er für die Spielzeiten 2024–2026 zum Co-Chefdirigenten (Chef Principal Associé) des französischen Ensembles für zeitgenössische Musik Ars Nova ernannt, das vom französisch-rumänischen Komponisten und Dirigenten Marius Constant gegründet wurde.

Als prägende Persönlichkeit des mitteleuropäischen zeitgenössischen Musiklebens ist Vajda Künstlerischer Leiter des UMZE New Music Ensemble sowie Programmdirektor der Peter-Eötvös-Stiftung für zeitgenössische Musik. Nach seiner dreijährigen Amtszeit als Chefdirigent des Ungarischen Rundfunk-Symphonieorchesters wurde er zum Ersten Gastdirigenten des Ensembles ernannt. Von 2013 bis 2019 war er zudem Künstlerischer Leiter des Armel International Opera Festival and Competition, einem wichtigen Forum innovativer Opernproduktionen.

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Gregory Vajdas künstlerische Arbeit wurde mit zahlreichen renommierten Auszeichnungen geehrt, darunter der Gundel-Kunstpreis (2001), der Bartók-Pásztory-Preis (2018) und der Artisjus-Preis für darstellende Künstler (2020). Er erwarb den DLA-Grad im Fach Dirigieren. Vajda dirigierte renommierte Klangkörper wie die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Frankfurter Rundfunk-Sinfonieorchester, die Symphonieorchester von Seattle, Baltimore, Montreal und Toronto, das St. Paul Chamber Orchestra, das Ensemble Intercontemporain und das Klangforum Wien. Opernproduktionen leitete er u. a. an der Atlanta Opera, der Opéra de Montréal, der Hamburgischen Staatsoper, der Oper Palermo und der Ungarischen Staatsoper. Er war Gast bei den Salzburger Festspielen, dem kanadischen Lanaudière Festival, dem Mostly Mozart Festival (Lincoln Center) in New York, den Budapester Wagner-Tagen sowie dem Ars Musica Festival in Brüssel, um nur einige zu nennen.

Die Spielzeit 2025–2026 wird für ihn von besonderer Bedeutung sein: Er tritt als Dirigent und Komponist mit dem Ensemble Israel Contemporary Players auf und kehrt an die Spitze der Staatlichen Philharmonie Transilvania in Klausenburg, der Ungarischen Staatsoper, der Pannonischen Philharmoniker sowie des MÁV-Symphonieorchesters zurück. Im Rahmen der Jubiläumsreihe „Kurtág 100“ wird er gemeinsam mit Thomas Adès einen Meisterkurs geben, der von der Peter-Eötvös-Stiftung für zeitgenössische Musik und dem UMZE-Kammerensemble organisiert wird. Im Sommer 2026 dirigiert er das Ars Nova Ensemble in einer zeitgenössischen Produktion, die vom Orpheus-Mythos inspiriert ist und an mehreren europäischen Spielstätten aufgeführt wird.

Patrícia Tar

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