
Auf dem Programm standen Bartóks Siebenbürgische Tänze und seine Vier Orchesterstücke sowie Liszts symphonische Dichtung Prometheus. Im Mittelpunkt des Konzerts stand jedoch Beethovens drittes Klavierkonzert in c-Moll. Mit seiner sensiblen und zugleich virtuosen Interpretation schuf József Balog eine besondere Verbindung zum Publikum. Während des Konzerts war mehrfach jener unmittelbare, lebendige Dialog zu spüren, der sich zwischen dem Solisten und den Zuhörern entwickelte.

Der dramaturgische Bogen des Programms zeichnete einen besonderen musikalischen Dialog zwischen den Komponisten. In Beethovens Musik war die Frische und Spontaneität des neu entstehenden Gedankens zu erleben, während in den Werken von Bartók und Liszt historische und emotionale Perspektiven sowie die Motive von Freiheit und innerem Ringen in den Vordergrund traten – zusammengehalten durch den Glauben an die Zukunft und die Kraft musikalischen Ausdrucks.

Die begeisterte Aufnahme durch das Publikum und der lang anhaltende Applaus führten zu einer Zugabe: József Balog bedankte sich mit Schubert–Liszt: Ständchen.

Bereits am Vortag, dem 12. März, war das Programm im Balaton-Theater in Keszthely zu hören. Es wurde von der Philharmonie Ungarn organisiert. Auch dort trat das Ensemble unter der Leitung von Gergely Vajda gemeinsam mit dem Savaria Symphonieorchester und dem Solisten József Balog auf.
In einem früheren Gespräch formulierte József Balog, dass es ihm besonders wichtig sei, dass das Publikum während eines Konzerts „für eine Weile aus dem Hamsterrad des Alltags aussteigen“ und sich ganz von der Musik tragen lassen könne.

Der Atmosphäre des Freitagabends im Bartók-Saal nach zu urteilen, kam dieser Ansatz voll zum Tragen: Der Abend entwickelte sich zu einem echten gemeinsamen musikalischen Erlebnis für die Interpreten ebenso wie für das Publikum.
Foto von Zsolt Mészáros