Dirigenten

Chefdirigent

Gregory Vajda<br><br>
Gregory Vajda – Dirigent, Komponist, Klarinettist

Gregory Vajda wurde am 13. August 1973 in Budapest geboren. Sein Vater, József Vajda, ist Solo-Fagottist des Symphonieorchesters des Ungarischen Rundfunks, seine Mutter ist die mit dem Kossuth-Preis ausgezeichnete Opernsängerin Veronika Kincses. Er studierte an der Franz-Liszt-Musikakademie in den Hauptfächern Klarinette und Orchesterleitung. Zu seinen Professoren zählten Béla Kovács, László Marosi und Ervin Lukács.

Seine vielseitige Begabung zeigte sich bereits früh: 1992 wurde er als Gründungsklarinettist, Dirigent und künstlerischer Leiter der Kammermusikwerkstatt “Forrás” bekannt. Ab 1998 war er Zweiter Dirigent des Dohnányi-Ernő-Symphonieorchesters von Budafok, anschließend arbeitete er ab 2002 als Assistant Conductor beim Milwaukee Symphony Orchestra (USA). 2005 setzte er seine Laufbahn als Resident Conductor des Oregon Symphony Orchestra in Portland fort; von 2009 bis 2013 war er Künstlerischer Leiter und Dirigent des kalifornischen Festivals „Music in the Mountains“.


Internationale Laufbahn und künstlerische Vielseitigkeit

Gregory Vajda ist als Dirigent, Komponist und Klarinettist gleichermaßen anerkannt; sein Name ist mit zahlreichen renommierten Orchestern und Festivals weltweit verbunden.
Seit 2011 Musikdirektor und Chefdirigent des Huntsville Symphony Orchestra (Alabama, USA)
2011–2014 Chefdirigent des Symphonieorchesters des Ungarischen Rundfunks, später dessen ständiger Gastdirigent
2014–2019 Künstlerischer Leiter des internationalen Armel Opernfestivals
Seit 2018 Programmdirektor und Professor der Meisterkurse der Péter-Eötvös-Stiftung
Seit 2019 Künstlerischer Leiter des Kammerensembles der Musikakademie Budapest

2021–2023 „Artist in Residence“ beim französischen Ensemble Ars Nova, 2024–2026 ebenda Erster Gastdirigent (Chef Principal Associé)

Er dirigierte u. a. die Staatskapelle Dresden, das hr-Sinfonieorchester Frankfurt, die Symphonieorchester von Montreal, Toronto und Seattle, das Saint Paul Chamber Orchestra, das New-Music-Ensemble der Los Angeles Philharmonic, das Ensemble Intercontemporain sowie das Klangforum Wien.

Als Operndirigent leitete er Produktionen der Oper Montreal, der Atlanta Opera, der Staatsoper Hamburg, der Ungarischen Staatsoper und des Teatro Massimo Palermo. Er dirigierte bei den Budapester Wagner-Tagen und sprang 2008 mit großem Erfolg für ein Konzert der Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen ein.

Zu seinen bedeutenden Opernaufnahmen zählen u. a. Dohnányi: Der Tenor und Péter Eötvös: Paradise Reloaded (Lilith).
Er trat bei internationalen Festivals wie dem Festival de Lanaudière (Kanada), Mostly Mozart (New York), dem Grant Park Festival (Chicago) und Ars Musica (Brüssel) auf.


Als Komponist

Der international gefragte Dirigent ist auch als Komponist eine herausragende Persönlichkeit. Seine Werke werden weltweit von angesehenen Orchestern und Festivals aufgeführt. 2019 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Literatur- und Kunstakademie Széchenyi gewählt; bereits 2018 erhielt er den Bartók–Pásztory-Preis, 2022 den Artisjus-Preis.

Zu seinen herausragenden Bühnen- und Orchesterwerken zählt die Mono-Concert-Opera Fuharosok nach dem Roman von Péter Esterházy, die 2022 mit dem Artisjus-Preis in der Kategorie „Werk des Jahres – Klassische Musik“ ausgezeichnet wurde.

Weitere bemerkenswerte Kompositionen:
L’analphabète (nach dem autobiografischen Werk von Ágota Kristóf)
Georgia Bottoms (nach dem Roman von Mark Childress)
Barbie Blue (uraufgeführt im Rahmen des „Kékszakállú 100“-Festivals der Ungarischen Staatsoper)
Captain Hume’s Last Pavin (für Tamás Varga, Solocellist der Wiener Philharmoniker)
Drums Drums Drums (für drei Schlagzeugsolisten und Orchester)
die Chor-Cantate Minden mindenkit érhet („Alles kann jeden treffen“)
das Orchesterwerk Düvő

Zu seinen jüngsten Kompositionen zählen Bagatelles canoniques, Postapokalyptische Pastorale, Ernstes Nachdenken über die unendliche Ewigkeit sowie Electro-Csárdás – aufgeführt u. a. vom Ensemble Ars Nova (Frankreich), dem Kammerensemble der Musikakademie Budapest, dem Danubia Orchestra und den Szeged Symphonikern.


Werke und Aufnahmen

Aufnahmen von Gergely Vajda sind bei ECM, BMC und Hungaroton Classic erschienen, seine Musik ist auf allen großen Streamingplattformen verfügbar. Seine Werke werden vom Verlag Editio Musica Budapest (Mitglied der Universal Music Group) herausgegeben. International wird er durch die Agenturen Dispeker Artist Management (USA) und Microcosmos vertreten.


Auszeichnungen

Gundel Kunstpreis (2002)

Bartók–Pásztory-Preis (2018)

Artisjus Preis für Kunstinterpreten (2020)

Artisjus Preis in der Kategorie „Werk des Jahres – Klassische Musik“ für Fuharosok (2022)


Seit der Saison 2022/2023 ist Gergely Vajda Chefdirigent des Savaria Symphonieorchesters. Mit seiner umfassenden Erfahrung, seinem innovativen Denken und seiner vielseitigen musikalischen Vision hat er einen neuen, inspirierenden Abschnitt in der Geschichte des Orchesters eröffnet.


Dirigenten der Saison 2025/2026


Kornél Thomas
Kálmán Szennai
Kristóf Baráti
Hollander Gabriel
Péter Halász
Mátyás Antal
Máté Hámori
János Kovács

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