

Open-Air-Konzert des Savaria Symphonieorchesters am Denkmalhügel
Den ganzen Tag über verfolgten wir aufmerksam die Wetterentwicklung, denn der angekündigte Regen stellte die Durchführung des Open-Air-Konzerts infrage. Am Abend hatte der Himmel jedoch ein Einsehen mit der Musik, und das Gelände rund um das Gedenkmal füllte sich erneut mit Familien, Freundeskreisen und musikbegeisterten Besucherinnen und Besuchern. Auf Stühlen und Decken machten es sich die Gäste bequem, um gemeinsam eines der besonderen musikalischen Sommerereignisse Szombathelys zu erleben.
Das Konzert fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Erlebe Szombathely!“ statt und wurde von Krisztián Balassa dirigiert. An diesem Abend führte er das Publikum zugleich als Moderator durch das Programm. Mit seinen persönlichen Einleitungen, kurzen Geschichten und interessanten musikalischen Hintergrundinformationen brachte er den Zuhörerinnen und Zuhörern die aufgeführten Werke noch näher.
Das Konzert begann mit dem Palotás aus Imre Kálmáns Operette „Der Teufelsreiter“. Anschließend entführte die Musik das Publikum gedanklich nach Wien. Der Kuss-Walzer von Johann Strauss Sohn, Johann Schrammels Marsch „Wien bleibt Wien“ sowie die schwungvolle Polka „Leichtes Blut“ von Johann Strauss schufen am Denkmalhügel eine elegante, heitere und festliche Atmosphäre.
Auf die Wiener Melodien folgte Dmitri Schostakowitschs berühmter Walzer Nr. 2. Einem breiten Publikum wurde das Werk insbesondere durch Stanley Kubricks Film „Eyes Wide Shut“ bekannt; an diesem Abend erklang es jedoch in seiner ganzen symphonischen Klangfülle.
Die ungarische Musikliteratur war durch das Intermezzo aus Zoltán Kodálys Singspiel „Háry János“ vertreten. Die bekannte Melodie ließ die märchenhafte, fantasievolle Welt des Titelhelden lebendig werden und entfaltete in der sommerlichen Atmosphäre eine besonders innige Wirkung.
Auf die lyrischen Momente folgte Aram Chatschaturjans energiegeladener Säbeltanz, dessen Rhythmus Publikum und Musiker gleichermaßen mitriss. Leroy Andersons leichtfüßiges, virtuoses und verspieltes Orchester-Miniaturstück „Fiddle-Faddle“ führte diese Dynamik schwungvoll fort.

Unter der Leitung von Krisztián Balassa erklangen Werke aus Operette, Klassik und Filmmusik.
Im letzten Teil des Konzerts rückte die Filmmusik in den Mittelpunkt. Die ikonischen Melodien von John Williams entführten das Publikum zunächst in die abenteuerliche Welt von Indiana Jones und anschließend in das monumentale Universum von Star Wars. Die über Generationen hinweg bekannten Themen entfalteten unter freiem Himmel eine ganz besondere Wirkung.
Das abwechslungsreiche Programm verband die Eleganz der klassischen Musik, die Leichtigkeit der Operette, die Dynamik der Tanzrhythmen und die eindrucksvolle emotionale Welt der Filmmusik. Die Atmosphäre des Sommerabends, die besondere Open-Air-Kulisse und die aufmerksame Anteilnahme des Publikums machten das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Am Ende des Konzerts feierte das Publikum das Savaria Symphonieorchester mit lang anhaltendem Beifall. Gleich zweimal wurden die Musikerinnen und Musiker auf die Bühne zurückgerufen. Zunächst erklang der weltberühmte Can-Can aus Jacques Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“. Zum Abschluss verabschiedete sich das Orchester mit einer Wiederholung von Johann Schrammels Publikumsliebling „Wien bleibt Wien“.

Wir danken allen, die diesen besonderen Sommerabend mit uns verbracht haben. Das begeisterte Publikum, die gemeinsam erlebten musikalischen Momente und die einzigartige Atmosphäre am Denkmalhügel haben einmal mehr gezeigt, welche besondere Kraft Open-Air-Konzerte entfalten können.
Schon bald ist das Savaria Symphonieorchester erneut unter freiem Himmel zu erleben: Das Ensemble wird sowohl bei der Eröffnungszeremonie des XXV. Historischen Karnevals Savaria, als auch bei einem gemeinsamen Konzert mit der Gruppe Anima Sound System auf der Bühne stehen. XXV. Savaria Historischer Karneval tritt außerdem bei der Eröffnungszeremonie sowie beim gemeinsamen Konzert mit der Band Anima Sound System auf.
Foto: Zsolt Mészáros
Quelle: Savaria Fórum – basierend auf dem Konzertbericht von Patrícia Tar. Der vollständige Bericht des Savaria Forums